#LectureCast, Episode 28: Team der Macromedia Hochschule berichtet über Erkenntnisse aus SCoRe

Forschendes Lernen und die Konkretisierung in der Arbeit mit Videotechnologien als Forschendes Sehen sind Gegenstand der 28. Episode des #LectureCast, dem Didaktik-Podcast der Hochschule Macromedia. Im Gespräch mit den Moderatoren Hebbel-Seeger und Pranz berichten Junior-Forschungsprofessorin Marianna Baranovska und Junior- Forschungsprofessor André Kopischke über erste Erkenntnisse aus dem BMBF-geförderten Forschungsverbundprojekt „SCoRe“ und skizzieren das Transferpotential für die Hochschullehre.

Zu hören auf Spotify, Apple PodCasts & Co.: https://bit.ly/3sI0Lk7

SCoRe-Webinar: Designbasierte Forschung, ein Einblick

SCoRe-Webinar Aufnahme

Im Rahmen der SCoRe-Webinar-Reihe, wurde ein Austausch zwischen den Partner:innen aus der Softwareentwicklung und den Partner:innen aus den Sozialwissenschaften initiiert. Die Softwareentwicklung ist ein wichtiges Element vieler Forschungs- und Entwicklungsprojekte, wobei diese jedoch nur selten thematiesiert wird. Vorrangig wird vor dem Hintergrund designbasierter Forschung diskutiert, in der viel zusammen gearbeitet wird, jedoch selten expliziert wird, was für Herausforderungen damit verbunden sind. Ziel des Austauschs unter den Partner:innen ist es daher, konkret Chancen und Pitfalls bei der Zusammenarbeit in der designbasierten Forschung zu beleuchten.

Hierfür haben sich zum Einen Johannes Metscher (Schwerpunkt Softwareentwicklung) und zum anderen Lars Raffel (Schwerpunkt Lernen und Forschen in der Crowd) zusammengesetzt. Moderiert wurde der Austausch von Christoph Richter.

Neben globalen Fragen wie der Organisation von Prozessen der Softwareentwicklung, beleuchten die beiden Partner retrospektiv ihre Rollen im Projekt. Außerdem wird thematisiert, wie eine gemeinsame Vision entwickelt werden kann, bzw. an dieser gearbeitet werden kann. Auch wie mit Intrasparenzen umgegangen werden kann, ist Teil des Austauschs, wobei die Runde mit einem Gesamtfazit über Lernerkenntnisse aus dem Prozess abgeschlossen wird.

Teilnehmende Einrichtungen

Ghostthinker GmbH

Die Ghostthinker GmbH ist ein Beratungs- und Technologieunternehmen. Sie unterstützen Sportorganisationen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich Lernen und Kollaborieren mit digitalen Medien.

Abteilung für Medienpädagogik und Bildungsinformatik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Gestaltungsbericht II – Lernen und Forschen in der Crowd

Die vierte Projektphase des Vorhabens fokussierte sich auf die Weiterentwicklung der bisherigen Gestaltungsannahmen und darauf, diese in ein konsistentes Großgruppenszenario zu übersetzen und an der Virtuellen Akademie Nachhaltigkeit anzubieten. Für das Forschungsteam der Uni Kiel lag der Fokus hierbei auf der Konzeption und Operationalisierung organisatorischer Maßnahmen und technischer Werkzeuge zur Unterstützung von kollaborativen Arbeitsprozessen in der Crowd.

Der hier verlinkte Gestaltungsbericht fasst die Ergebnisse der zweiten Gestaltungsphase zusammen. Für die Dokumentation wurde ein Format gewählt, welches die multidimensionale Interdependenz der konzeptionellen Arbeit und der konkreten Umsetzungen mit berücksichtigt und sichtbar macht.

https://scorelfc.github.io/gestaltungsbericht2/

How-to Crowd: Community Guidelines auf SCoReDocs

Auf der SCoRe-Plattform muss ganz anders zusammen, an einem gemeinsamen Ergebnis gearbeitet werden, als aus anderen Kontexten bekannt ist. Denn die Studierenden stehen mit vielen anderen gemeinsam vor einer sehr großen und komplexen Aufgabe.

Um Hinweise für das kollaborative Arbeiten in der Crowd für die Studierenden zusammenzufassen, haben wir uns für diesen Zweck in sieben Videos an die Studierenden gerichtet. In den Videos wird jeweils eine Aussage über die individuelle und kollektive Arbeit auf SCoRe-Docs getroffen. Hinweise zum kollaborativen Arbeit in der Crowd finden die Studierenden auf der SCoRe-Plattform unter „Erste Schritte“.

Falling Walls Videobeitrag

Im Herbst 2020 wurde das Team der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Rahmen der Falling Walls Conference 2020 als Science Breakthrough of the Year nominiert. Die Falling Walls Conference in Berlin kuratiert weltweit bahnbrechende wissenschaftlichen Erkenntnisse und Innovationen in verschiedenen Kategorien. Mit unserer konzeptionellen sowie praktischen Arbeit zum kollaborativen Arbeiten in der Crowd im Rahmen von SCoRe wurden wir in der Kategorie „Digital Education“ nominiert. In dieser Kategorie stellen Wissenschaftler°innen aus der ganzen Welt ihre vielversprechenden Durchbrüche, Erkenntnisse und Best Practices im Feld der Digitalen Hochschulbildung, Wissenschaftskommunikation und des Lebenslangen Lernens vor.

Neben der Möglichkeit, die im Rahmen von SCoRe erarbeiteten Ergebnisse zum Forschen in der Crowd einem internationalen Publikum vorzustellen, bot die Konferenz auch eine tolle Möglichkeit, sich mit anderen Experten und Expertinnen und Menschen besonderen Wirkens in dem Bereich Digitaler Bildung auszutauschen, neue Konzepte und Innovationen kennenzulernen und symbiotische Kontakte zu knüpfen!

Als nominiertes Team mussten wir ein max. fünfminütiges Video drehen, in dem wir einen festgelegten Fragenkatalog beantworten mussten. Die Antworten präsentieren das SCoRe-Projekt mit dem Schwerpunkt Crowd und Technologie. Das dabei entstandene Endresultat kann über die Falling Walls Website oder direkt über YouTube aufgerufen werden. Auch wenn sich SCoRe weder als Gewinner in der Kategorie noch als Breakthrough of the Year 2020 durchsetzen konnte, so war es vor allem ein spannendes Format, in dem wir unsere bisherigen Ergebnisse ausarbeiten konnten und im Anschluss einem breiten, internationalen Publikum zu Verfügung stellen konnten.

Beitrag PostPandemicUni (Designing for Matters of Concern)

Im Juni 2020 lud die Pädagogische Fakultät der Cambridge Universität über ihre Online-Plattform „The Post-Pandemic University“ (eine Initiative zum Austauschen über die Auswirkung von Covid-19 auf die Hochschulbildung weltweit) dazu ein, sich im Rahmen der Online-Konferenz „Building the Post-Pandemic University“ an der Diskussion zu beteiligen.  

Mit unserem Beitrag „Designing for Matters of Concern in the Post-Pandemic University“ konnten wir im September 2020 an der Online-Konferenz teilnehmen und im Panel „Rethinking the University“ unsere Ideen zum Thema, vor dem Hintergrund von SCoRe, einem internationalen Publikum vorstellen und in Austausch darüber treten.

SCoRe vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie und im Kontext internationaler Diskussionen zu denken, resultierte darin, dass unser Paper einer etwas anderen Argumentationslinie folgt als bisher diskutiert. Es geht entsprechend weniger um die Crowd als vielmehr um die Konzeption von Wissen als einem „matter of concern“ (Latour) und den daraus folgenden Implikationen für ein Verständnis der Rolle digitaler Technologien aus pädagogischer Sicht. Neben der theoretischen Diskussion konnten wir durch den Verweis auf die SCoRe-Plattform auch einen praktischen Bezug sowohl allgemein als auch zum Vorhaben herstellen.
> PostPandemicUni

Design-Doku

Um sowohl Design-Momente als auch die im Prozess entstandenen Design-Artefakte festzuhalten, haben wir ein umfassendes Dokument erstellt, welches diese zusammenfassen und einen Überblick geben soll. Der Fokus liegt dabei auf Momenten und Artefakten, die von bedeutender Relevanz für die Crowd-Perspektive sind.

Das Dokument dient dabei zum einen der chronologischen Dokumentation, zum anderen fasst das Dokument Praxisbeispiele für die designbasierte Forschung zusammen. Gleichzeitig stellt die Art und Weise der Dokumentation eine Methode dar, mit der wir zukünftig weiterhin unsere (Zwischen-)Ergebnisse festhalten können. (Research Gate: PDF)

Video-Workshops: Rückblick 2019–2020

Im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsverbundprojektes SCoRe wird am Beispiel eines ausgewählten Studienangebots untersucht und erprobt, wie sich innovative audiovisuelle Medienformate, insbes. 360°-Video, unter den Bedingungen großer und größerer Lerngruppen zur Unterstützung forschenden Lernens einsetzen lassen. Unsere konzeptionellen Überlegungen setzen dabei u.a. auf einem Lernverständnis auf, das sich in akademischen Lern- und Bildungskontexten auf einem Kontinuum zwischen formellen und informellen Prozessen bewegt.

Ausgehend von einer Einführung und praktischen Erkundung immersiver (360°-)Video-Technologien wurde im GMW-Workshop Nutzung von 360°-Video im Kontext forschenden Lernens am 16. September 2019 in Berlin-Adlershof der Frage nachgegangen, wie formelle, formell-informelle und informelle Lernräume beschaffen sein können und welche Voraussetzungen auf materieller, personaler wie didaktisch-methodischer Ebene damit jeweils verbunden sind, damit ein Einsatz von Video-Technologie (welche) Mehrwerte entfalten kann. In diesem Sinne wurden die Besonderheiten von 360-Grad-Video aufgezeigt, die Rahmenbedingungen für Produktion & Rezeption umrissen, und schließlich Szenarien für einen Einsatz als Lehrmedium, Lernwerkzeug und Kommunikationsanlass auf einem formellen-informellen (Lern) Kontinuum erarbeitet und diskutiert.

Am 25. Februar 2020 fand ein Experten-Video-Workshop am Campus der Hochschule Macromedia in Hamburg statt, der das Ziel hatte, mit dem gesamten SCoRe-Forschungsteam, praktisch und theoretisch, die Arbeit mit Video weiter zu vertiefen. So sollte anhand eines der im Konsortium entwickelten Forschungsszenarien zum Thema Nachhaltigkeit: physische Barrierefreiheit an Hochschulen eine Forschungsreise simuliert werden.

Im Vorfeld der Vorbereitung auf den Workshop präsentierte Dr. Pascal Xavier Schmidt seine Expertise im Bereich Visual Thinking als Auftakt für die anstehende Tagesaufgabe. Obwohl die praktische Herausforderung für die Teilnehmer ähnlich wie beim GMW-Workshop in Erprobung der 360°-Technologie lag, wurde zudem das traditionelle 16:9 Aufnahme-Format einbezogen. Exemplarisch wurde der Campus Macromedia Hamburg mit beiden Formaten auf Barrieren untersucht. Dabei wurden diverse Szenarien der Videoproduktion durchgespielt, die bei videographischen Beschreibung der physischen Barrieren mittels sowohl des traditionellen 16:9 als auch des innovativen 360°-Videoformates denkbar sein können. Als beratende Experten standen dabei Dr. Pascal Xavier Schmidt und Dr. Andreas Hebbel-Seeger mit seinem Team der Hochschule Macromedia (Teilprojekt SCoRe-VL des Konsortiums) den Teilnehmern während des gesamten Produktionsprozesses zur Seite. Die im Workshop entstandenen Artefakte wurden am Ende des Tages im Gesamtkonsortium präsentiert und diskutiert. Dr. Jeanine Reutemann, die ebenfalls als Expertin zum Workshop eingeladen war, jedoch leider an dem Tag nicht anwesend sein konnte, wertete die Artefakte anschließend über die Edubreak-Plattform in Sinne des Social-Video-Learnings.

Manchmal ist weniger mehr: Re-Design der Forschungsphasen von sechs auf vier

Der Einsatz von Design-Based Research (DBR) als methodologischen Rahmen erlaubt es uns, mit einer engen Verbindung von Forschung und Gestaltung zu arbeiten. Im DBR-Prozess nähern wir uns zyklisch-iterativ bildungspraktischen und wissenschaftlichen Zielen an, nutzen Erprobungen gestalteter didaktischer Elemente zur theoretischen Reflexion und diese wiederum zur praktischen Weiterentwicklung. Solche Weiterentwicklungen oder „Re-Designs“ betreffen nicht nur die technische Entwicklung der SCoRe-Plattform oder konkrete didaktische Unterstützungsmaterialien, sondern auch die Strukturierung der Student Crowd Research.

Das aus der ersten Gestaltungsphase entstandene erste Arbeitsmodell, das diese Strukturierung widerspiegelt, enthielt die sechs Phasen Forschungsfrage (1), Forschungslage (2), Forschungsplan (3), Forschungstätigkeit (4), Forschungsergebnisse (5) und Forschungsdiskurs (6). Nach ersten Erprobungen der Phase 1 zeigte sich im zeitlichen Verlauf, dass die Forschungsphasen so, wie sie im ersten Arbeitsmodell konzipiert waren, für die Strukturierung eines kollaborativen Forschungsprozesses zu kleinteilig waren und umfassender konzipiert werden könnten. Im Re-Design entstand eine Arbeitsgrundlage für einen Forschungszyklus mit den vier Phasen (1) Finden, (2) Planen, (3) Umsetzen und (4) Mitteilen, die den Studierenden bereits zu Beginn des Forschungszyklus mehr Flexibilität lässt, sich zwischen Aufgaben wie Recherchen, der Diskussion um die Relevanz des Forschungsthemas und der Schärfung der Ausgangsfragestellung ihren Weg zu suchen. Im Re-Design entstand eine Arbeitsgrundlage für den Prototyp II mit den vier molaren Phasen (1) Finden, (2) Planen, (3) Umsetzen, (4) Mitteilen.

Auf der 15. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung (GfHf) vom 26.-27. März 2020 an der Universität Hamburg sollte durch ein Poster der Prozess des Re-Design von Prototyp I zu Prototyp II vorgestellt werden. Zu Beginn des Jahres 2020 hätte sicherlich keiner geahnt, in welchem Ausmaß ein Virus auch das wissenschaftliche Leben betreffen und verändern kann. Aufgrund der Ereignisse wurde die Tagung kurzfristig in ein asynchrones Onlineangebot umgewandelt und das Poster als Screencast (Poster SCoRe) vorgestellt. Ein Vorteil dieses Formates: es können weiterhin Kommentare zu unserem Beitrag erfolgen, über welche wir uns sehr freuen.

Weitere Informationen zu DBR am Beispiel von SCoRe sind ebenso hier zu finden.

Erster Prototyp am Standort Bremen: Forschung zu Nachhaltigkeit

Während des Wintersemesters 2019/2020 wurde durch die an SCoRe beteiligten Standorte eine erste prototypische Erprobung zentraler Gestaltungselemente des Gesamtprojektes vorgenommen. Am Standort der Universität Bremen ist auf diesem Wege die Lehrveranstaltung „Forschung zu Nachhaltigkeit“ entstanden. Diese verfolgt das Ziel, Studierenden in einem rein onlinebasierten Design die Möglichkeit zu bieten, eine forschende Herangehensweise an Themenstellungen der Nachhaltigkeit zu entwickeln.

Zentrale Herausforderungen bei der Gestaltung, das letztendliche Design sowie die Ergebnisse der nachfolgenden Evaluation der Lehrveranstaltung „Forschung zu Nachhaltigkeit“ werden in diesem Video vorgestellt:

Falls Sie ein Datenblatt mit den statistischen Details zu der durchgeführten Befragung wünschen, dann wenden Sie sich bitte an joachims@uni-bremen.de.